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FAQ-Steuern

  • Welche steuerlichen Folgen ergeben sich aus der Zahlung von Zuwendungen an die Bürgerstiftung?

  • Es ergeben sich nur positive Auswirkungen aus Zuwendungen an Stiftungen. Menschen die Vermögen für einen gemeinnützigen Zweck stiften, werden vom Staat belohnt. Neben der Arbeit der gemeinnützigen Stiftungen, wird auch das finanzielle Engagement der Stifterinnen und Stifter sehr geschätzt und ist daher steuerlich gefördert.

    Einkommensteuer (Privatpersonen, Einzelunternehmer, Personengesellschaften)
    Bei den Zuwendungen an die Stiftung ist zu unterscheiden, ob diese in den Vermögenstock, also zur Kapitalausstattung erfolgen oder zur freien Verfügung überlassen werden.

    Zuwendungen in den Vermögensstock der Stiftung
    Über Ihren Vermögensstock darf die Stiftung nicht frei verfügen. Lediglich die Erträge hieraus (z.B. Zinsen) darf die Stiftung satzungsgemäß verwenden. Zur Gründung der Stiftung werden vorrangig derartige Zuwendungen benötigt. Je höher der Vermögensstock der Stiftung ist, desto mehr Erträge hieraus können für gemeinnützige Projekte verwendet werden. Die Zuwendungen in den Vermögensstock dürfen im Rahmen der Einkommensteuer über die Abzugsbeträge für Spenden hinaus zusätzlich berücksichtigt werden. Der Abzugszeitpunkt als Sonderausgabe im Rahmen der Steuererklärung ist dabei innerhalb eines Zeitraums von zehn Jahren individuell wählbar. Während dieser zehn Jahre darf lediglich der Höchstbetrag von € 1.000.000 für alle Zuwendungen in den Vermögensstock nicht überschritten werden.

    Bsp. Jahr 2012 Zuwendung in den Vermögensstock € 50.000, davon dürfen im Jahr 2012 € 50.000 berücksichtigt werden; Alternativ: 2012 € 10.000, 2013 € 15.000, 2014 € 25.000

    In welchem Veranlagungsjahr der Abzug am sinnvollsten ist, hängt von den individuellen steuerlichen Verhältnisse ab und sollte gegebenenfalls mit einem Steuerberater besprochen werden.

    Bei Stiftungen ab 25.000 € kann der Stifter einen konkreten Zweck für die Verwendung der Stiftungsmittel bei der Bürgerstiftung Oranienburg benennen.

    Zuwendung zur freien Verfügung (klassische Spenden):
    Über diese Zuwendungen kann die Stiftung entsprechend der Satzungsvorgaben individuell verfügen. Die geleisteten Beträge sind im Jahr der Zahlung bis zu einer Höhe von 20% des Gesamtbetrags der Einkünfte als Sonderausgaben im Rahmen der Steuererklärung abzugsfähig. Für Unternehmen können gegebenenfalls auch andere Höchstbeträge maßgeblich sein. Spenden, die sich in einem Veranlagungsjahr nicht mehr auswirken, können ohne zeitliche Begrenzung in die folgenden Veranlagungszeiträume vorgetragen werden.

    Körperschaftsteuer (Kapitalgesellschaften)
    Bei Kapitalgesellschaften dürfen Zuwendungen - gleich welcher Art – im Rahmen der Körperschaftsteuererklärung nur nach den Vorschriften für klassische Spenden (siehe oben) abgezogen werden.

    Schenkungsteuer
    Die Zuwendungen an die Stiftung sind von der Schenkungsteuer befreit, da diese als gemeinnützig anerkannt wird

    Erbschaftsteuer
    Zuwendungen an die Stiftung, welche aus einer Erbmasse innerhalb von 24 Monaten nach dem Erbanfall geleistet werden, sind von der Erbschaftsteuer befreit.
     

  • Können Zuwendungen auch in anderer Form, als Geld erbracht werden?

    Ja, soweit die Stiftung ihre operative Arbeit aufgenommen hat, können neben Geldbeträgen auch Wirtschaftsgüter zugewendet werden. Im Rahmen der Steuererklärung werden diese nach den gleichen Höchstbeträgen, wie Geldzuwendungen berücksichtigt. Soweit diese aus einem Betrieb stammen, gelten besondere Regeln. 
  • Wie wird die Zuwendung dem Finanzamt nachgewiesen?

    Hierzu erstellt die Stiftung eine Zuwendungsbestätigung, welche dem Finanzamt im Original zusammen mit Ihrer Steuererklärung vorgelegt werden muss. Bei Spenden bis zu 200 € genügt als Nachweis die Barquittung oder die Buchungsbestätigung der Bank. 
  • Ergeben sich aus den Zuwendungen steuerliche oder andere Verpflichtungen?

    Nein, steuerliche Verpflichtungen ergeben sich aus den Zuwendungen nicht. Es wird keine Mitgliedschaft wie bei einem Verein begründet. Die Zuwendung ist ein einmaliger Vorgang ohne Pflicht auf weitere Zahlungen. Spätere weitere freiwillige Spenden oder Zustiftungen sind aber gerne gesehen.

    Die derzeitige Verpflichtungserklärung ist nur für die Gründungsphase der Stiftung wichtig. Damit wird gegenüber der Stiftungsaufsicht als Anerkennungsbehörde der Nachweis für einen ausreichenden Vermögensstock geführt. Daraus wird keine Mitgliedschaft wie bei einem Verein begründet.

Für weiterführende Informationen zum Thema Stiftungen oder Vereine hier weiterlesen.


last update 19.09.2012

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